1. Tarife



Eine Tariftabelle erfüllt die Funktion einer Preisliste, die die Kosten für die Nutzung der Sonnenbänke festlegt. Es können beliebig viele Tariftabellen angelegt werden, die als Preislisten für verschiedene Anwendungen (Bartarif, verschiedene Kartentarife) oder Zeiträume (Happy-Hour-Tarife) dienen.

Tarifname
Der Name des jeweiligen Tarifs. Dieser Name kann frei vergeben und auch nachträglich geändert werden, da das System Tarife ausschließlich über die Id (im Beispiel oben "< 1 >") verwaltet. Bei mehrfach vergebenen Namen wird bei einer Tarifauswahl (z.B. Studiokonfiguration -> Bartarif) diese Id angehängt, um Tarife mit gleichem Namen eindeutig unterscheiden zu können. Das gilt aber nur für interne Auswahlfelder, bei Ausgaben im Kundenfenster oder Personendialog werden nur die Tarifnamen verwendet. Um Verwechslungen auszuschließen ist es daher empfehlenswert, keine doppelten Namen zu verwenden.

Tabelle mit Mindest/ Linearer Bereich/ Minuten/ Preis

Die Zeilen dieser Tabelle legen die Preise für die einzelnen Sonnenbänke fest. Eine Ausnahme bildet die Zeile "0. Standard", die für alle Sonnenbänke gilt, für die keine eigene Tarifzeile angelegt wurde. Es sind auch Tarife ohne einen Standardpreis möglich, die nur für die angegebenen Sonnenbänke gelten und die anderen Sonnenbänke sperren.

Die Schalter [Zeile Neu] oder [Zeile Kopie] zeigen eine Auswahl mit den vorhandenen Sonnenbänken an, und legen für die ausgewählte Sonnenbank eine neue Zeile an, wobei mit dem Schalter [Zeile Kopie] die aktuell ausgewählte Tarifzeile kopiert wird (die aktuelle Zeile ist blau markiert, siehe im Beispiel oben erste Zeile). Die Zeilennummer entspricht der Kabinennummer, wobei allerdings zu beachten ist, dass die Tarifzeile einer bestimmten Sonnenbank (nach Id) zugeordnet ist, und nicht der Kabine:
Wenn eine Sonnenbank also in eine andere Kabine verschoben wird, nimmt sie ihre Tarifzeile mit, die dann eine neue Zeilennummer erhält und in der Tabelle verschoben wird. Das gilt auch für Sonnenbänke, deren Kabinennummer auf Null gesetzt wird, nur wird in diesem Fall vor dem Namen der Sonnenbank gar keine Zeilennummer angezeigt. Beim Löschen einer Sonnenbank werden die entsprechenden Tarifzeilen aus allen Tarifen entfernt. Beim Wiederherstellen einer fälschlicherweise gelöschten Sonnenbank muss also beachtet werden, dass auch die entsprechende Version des Tarifsystems wieder hergestellt werden muss.

Mit [Zeile Entf] wird die aktuelle Zeile aus der Tabelle gelöscht.

Die Tabellenspalten "-", "Minuten" und "Preis" gehören zusammen und werden nachfolgend "Minutenpreis" genannt. Mit dem Schalter [Staffel Plus] können weitere Minutenpreise an der rechten Seite der Tabelle eingefügt werden, so dass Staffeltarife entsprechend den Punkten einer mathematischen Funktion definiert werden können (siehe Tarifbeispiele). Bei Staffeltabellen können für einzelne Bänke auch Felder an der rechten Seite frei gelassen werden (siehe Beispiel oben), es ist also nicht nötig, die Tabelle vollständig auszufüllen.
Tipp: Für umfangreiche Staffeln, die den rechten Fensterrand überschreiten und ein Scrollen erfordern, kann auch der rechte Fensterrand gezogen werden, bis die Tabelle wieder vollständig angezeigt wird. Diese Veränderung der Fenstergröße kann über die Optionen dauerhaft abgespeichert werden.

Mit dem Schalter [Staffel Minus] kann die Tabelle wieder verkleinert werden.

Die Felder "Minuten" und "Preis" sind selbsterklärend - für die angegebene (maximale) Anzahl von Minuten ist der angegebene Preis zu bezahlen.  Wird das Feld "-" aktiviert, gilt der Minutenpreis als Endpunkt eines linearen Abschnitts, der ab Null, bzw. ab dem vorhergehenden Minutenpreis gilt, so dass für eine geringere Minutenzahl die entsprechenden Zwischenwerte des Preises berechnet werden. Der Minutenwert kann als einfacher Zahlenwert in Minuten, oder als Zeit in "Minuten : Sekunden" (z.B. 5:30 = 5 Minuten 30 Sekunden) eingegeben werden. Beachten Sie dabei, dass es sich nicht um eine stellenrichtige Eingabe handelt, sondern um eine Eingabe, die verschiedenen Eingabefeldern für Minuten und Sekunden entspricht. Das heisst, eine Eingabe von ":120" ist zulässig und wird auf 3:00 Minuten umgerechnet. "0:1" entspricht einer Sekunde und Eingaben wie z.B. "0:00060" werden als eine Minute umgerechnet. Die umgerechnete Eingabe wird sofort in der entsprechenden Zeile angezeigt und kann so kontrolliert werden. Die Eingabe des Geldwertes erfolgt dagegen stellenrichtig, so dass "1,2" als "1,20" gelesen werden.

Die erste Tabellenspalte "Mindest" legt fest, dass der Preis des ersten Tarifpunktes den Mindesteinwurf bestimmt.
Dabei ist zu beachten, dass die Software nur einen Mindesteinwurf vorgibt, aber nie eine Mindestbesonnungszeit erzwingt (das gilt auch für gestufte Tarife). Auch wenn kein linearer Abschnitt aktiv ist, hat der Kunde grundsätzlich immer die Möglichkeit, eine geringere Besonnungszeit zu wählen, wobei der Preis allerdings gleich bleibt. Damit sind sowohl die Interessen des Sonnenstudio-Betreibers, der einen bestimmten Mindestumsatz für eine Besonnung verlangen muss, als auch die Interessen des Besonnungskunden gewahrt, der die Besonnungsdauer individuell wählen will.

Damit Barkunden beim Automaten unterschiedliche Minutenzahlen auswählen können, muss im Konfigurationsdialog des Kundenfensters der Eingabemodus "Bar Zeit" aktiviert werden, da ansonsten immer der maximale Minutenbetrag eingestellt ist. Das ist besonders für Automaten ohne Geldrückgabe wichtig, während bei den Thekensteuerungen eine Umschaltung zwischen Eingabe Zeit/ Eingabe Geld möglich ist.

Es gibt zwei grundlegende Einstellmöglichkeiten des Minutenpreises, die im Tarifsystem wichtige Funktionen erfüllen und dem entsprechend eigene Bezeichnungen erhalten haben:

Ein Abotarif besteht aus einer Minutenangabe mit Preis Null und lässt eine freie Besonnung bis zur angegebenen Minutenzahl zu. Wie der Name schon sagt, wird diese Tarifangabe für Zeitkonten oder Abonnements benötigt, bei denen die Bezahlung unabhängig von der tatsächlichen Besonnungszeit erfolgt.

Bei einem Sperrtarif sind sowohl Minuten als auch Preis gleich Null, so dass mit diesem Tarif keine Besonnungen möglich sind. Ein Sperrtarif wird in den Tarifzeiten benötigt, wenn die Besonnungszeit begrenzt werden soll.

Zum besseren Verständnis der möglichen Tarifeinstellungen ist die Betrachtung der schon genannten Tarifbeispiele, sowie der Kartenbeispiele empfehlenswert.

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